INPLAY:Madness Is Comming


Adélie and Clywd:

Hat die außergewöhnliche Liebe nun ihr Ende gefunden? Adélie wurde in ihre Welt gebracht, der Vampir hat nur zugesehen. Haben die beiden sich Aufgegeben? Werden sie sich wiedersehen, so wie es das Schicksal immer wollte? Eins steht fest, wenn das Schicksal es will, dann werden sie sich wiedersehen, so war es immer und wird es immer sein. ______________________________________________________

The Child:

Ein Kind, ist in Thor´s leben getreten. Seiner verstorbenen weißen Vi so ähnlich. Wer ist das Kind? Werden sich ihre Wege erneut Kreuzen? ______________________________________________________

Liara:

Eine Veränderung geht durch das Kind von Balian und Kotori. Etwas tief in ihr ist dabei zu Erwachen. Doch was ist es? Was wird mit dem jüngsten D-Kind geschehen? Ist es gut oder schlecht? Das wird die Zeit zeigen. ______________________________________________________

The good Soul:

Noch immer befindet sich die Seele des Engel in den Fängen des Buches. Das Universum versinkt im Krieg, nicht mal die Götter Asgards können dies noch im Schach halten. Wird man die Seele befreien können? ______________________________________________________

INFORMATIONS


Von Luzifer verleitet oder von Gott erlöst? Wo immer dein Weg dich auch in dieser Welt hinführen wird – das Schicksal ist stets an deiner Seite um dir zu zeigen WER du bist.
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WELCOME TO A Magical Journey


Wenn die Menschen zum Himmel aufsehen, dann fragen sie sich immer wieder ob es wohl noch Leben da draußen gibt. Nichts fasziniert die Menschheit mehr als das Ungewisse vor einer Ungelösten Frage zu stehen und tun alles um der Antwort auf die Schliche zu kommen. Sie bauen Teleskope um in der weiten unbekannten Ferne etwas erkennen zu können. Der Wunsch nach Antwort lässt sie alle rotieren und zu neuen Fantasien und Gedanken treiben. Doch ihre Antwort ist näher als viele vermuten würden. Sie befindet sich direkt vor ihren Augen. Unter ihnen – versteckt und verborgen in der Seele jedes Wesens.
Facts For You F

#71

RE: Islington Upper Street

in London 07.08.2011 19:18
von Raquel

Ich hatte mich nicht umgesehn um den Platz zu finden, auf den ich dann zu steuerte. Direkt auf den dunkelhaarigen Mann zu, der gerade bestellte. Die Wahl jedoch was er nehmen sollte, fiel ihn offensichtlich schwer. Es wirkte fast so als hätte er mit dieser Frage in bezug auf sich nicht gerechnet. Aber man hatte ihn gefragt und er bestellte - ein Schwarzbier - und wenig später saß ich ihm gegenüber.
Warum man mich teilweise anstarrte - mich die das äußere eines jungen Frau von gerade einmal 18 Jahren besaß - oder der Wirt anscheinend meinetwegen ins Stocken geraten war, wusste ich genau. Es geschah aus dem gleichen Grund, aus dem Man ihn angesehen hatte. Ihn mit mehr Aufmerksamkeit bedachte als andere. Weil sie es unbewusst in ihrem tiefsten Inneren spürte. Sie spürten das wir nicht zu ihnen gehörte. Keine Menschen waren. Sie bemerkte die 'Macht' die von uns ausging. Auch wenn meine teils verwelkt war, war sie eben mehr als die eines Menschen.
"Ich werde es einfach nie nachvollziehen können, warum manche Wesen sich immer wieder in ihren eigenen Leid suhlen.", ich lehnte mich zurück, als seine schwarzen Augen mit dem gelbgoldenen Schimmer meinen Blick trafen.
Und erst als ich richtig saß, wand ich mich zu dem Mann, der eben Zanes Bestellung aufgenommen hatte. "Ein Ginger Ale reicht mir, danke.", der Wirt nickte und nur den Bruchteil einer Sekunde sehe ich ihm nach wie er davon geht. Er ist niemand der meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Also wende ich mit wieder dem Mann mir gegenüber zu.
Jenen der mir gerade mitteilt das ich gerne wieder gehen kann. Meine Lippen verziehe ich zu einem kühlen Lächeln und etwas amüsiertes liegt in meinen Blick. "Ich mache mir nicht die Mühe dir in dieses Lokal zu folgen, um dann gleich wieder zu gehen.", antworte ich ruhig, wobei kein anzeichen eines beleidigt seins, in meiner Stimme liegt. "Also? Was ist es? So eine Art Masochismus?", hake ich nach im Versuch wieder etwas mehr auf das eigtl Thema zu kommen. Ihn.
Meine Augen ruhen abwartend auf seinen distanzierten Zügen. Dennoch. Ich habe große Geduld und es nun auch wieder nicht so eilig. Wenn er meinen Vorschlag den ich ihm unterbreiten will freiwillig folgt, wäre es um einiges einfacher.

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#72

RE: Islington Upper Street

in London 07.08.2011 20:03
von Viloh • 398 Beiträge

Die Frau sah aus wie ein junges Mädchen um die 18, oder 19 aber nicht älter. Doch wenn man in diese kalten blauen Augen blickte konnte man, wenn man nicht allzu engstirnig war, ihr wahres Alter erkennen.
Doch da von den Menschen fast niemand je genau hinsehen wird, wie auch bei mir, bleibt dieses Geheimniss verborgen.
Die Frau lehnte sich in ihrem Stuhl zurück und ging weiter auf das Thema ein. Meine kühle Miene drückte klar und deutlich eiserne Distanz aus. Ich hatte nicht die Absicht darauf einzugehen. Nichts, was mit mir, meiner Sucht nach Schmerz und meiner Vergangenhei zu tun hatte. "Und ich werde es nie nachvollziehen können wieso manche Wesen denken, sie ginge jemand anderes etwas an."
Kurz darauf kam der Wirt wieder und fragte sie nach ihrer Bestellung. Ich hatte mich bereits wieder von ihrem Gesicht abgewand und mein Schwarzbier genommen.
Deutlich spüre ich nach kurzer zeit wieder den Blick der Frau. Diese ungewollte Aufmerksamkeit auf mir. So wende ich meinen Blick doch wieder zu ihr und sehe dieses kühle und etwas amüsierte Lächeln was die Farbe ihrer Augen nur unterstrich. "Mich hätte es nicht gestört wenn du dir erst garnicht die Mühe gemacht hättest." Ich lächelte nicht. Nichtmal angedeutet. Ich lächel nie. Schon lange.
Ich höre ihre nächste Frage doch auf meinen Zügen zeigt sich keinerlei Verärgerung. Meine schwarzen Augen scheinen durch diese Frau, die doch eigentlich alle Aufmerksamkeit bannt, hindurch zu blicken. Ich nehme wahr wie ihr Blick auf meinen Zügen ruht und sie auf eine Antwort von mir wartet. Ich hebe einfach wieder den Glaskrug an den Mund und lasse erneut das Bie aufr meine toten Geschmacksnerven treffen.
"Es ist fastziniertend jemandem zu beobachten der dabei ist sich selbst zu verletzen. Ich finde es jedoch primitiev ein einfaches Messer oder eine Rasierklinge zu nehmen. Beide Dinge verursachen nur körperlichen Schmerz. Wogegen der Seelische doch um einiges köstlicher ist." Meine Stimme klingt auf sachliche Weise distanziert und nüchtern kühl. Wieder hebe ich meinen Krug an den Mund und erst jetzt fixiere ich wieder diese Frau und kurz nimmt der goldgelbe schimmer zu.

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#73

RE: Islington Upper Street

in London 07.08.2011 20:27
von Raquel

"Oh ... ich hab kein Interesse an deiner Vergangenheit oder deinem Seelenschmerz, noch weniger an dessen Heil.", meine Züge sind glatt und ausdurcklos. Auch wenn die deutlich die steigernde Distanz bemerke. Die Mauer die er hochzieht, wenn es um dieses Thema geht. "Aber um deine Frage zu beantworten ...", auch wenn es nur eine rethorische Aussage war. Eine um mir zu zeigen, das er zu diesem Thema - seinem Leben und sich selbst - nichts sagen würde. Würde ich diese indirekte Frage beantworten. "Manche Wesen sind schlichtweg nur unangenehm Neugierig. Wie jene in diesem Raum, die uns immer noch ansehen und ihr Essen lieber erkalten lassen, als fortzusehen. Und andere ... Nun sie empfinden sich als hilfsbereit und wollen genau das - helfen. Egal ob man ihre Hilfe will oder nicht. Sie sind der Meinung das man ihnen am Ende dennoch dankbar sein wird. Ob dies am Ende auch wirklich der Fall ist, ist wieder etwas anderes.", ich sprach im Grunde kaum lauter als das er mich hören konnte. Aber ich senkte meine Stimme auch nicht mit Absicht. Mir war es gleich ob man mich Verstand oder nicht. Oder die Menschen in diesem Lokal Dinge aufschnappten die sie nichts angingen.
Während ich sprach widmete er sich immer wieder lieber seinem Bier als meiner Persönlichkeit. Doch sah er jedesmal auf und blickte mir direkt in die Augen, wenn er antwortete. Ich mochte Augenkontakt. Die Augen verraten mehr als man aus der Stimme manches mal heraus hören kann. Oder man an der Körperhaltung zu erkennen vermag.
"Du wiederholst dich. Ich habe bereits beim ersten Mal begriffen das dir meine Gesellschaft, so wie die Aufmerksamkeit die ich dir entgegen bringe unliebsam sind.", auch dies sagte ich mit einem Lächeln. Eines das deutlich zeigte, das ich dennoch nicht einfach gehen würde. Nichteinmal, wenn er mich direkt dazu auffordern würde.
Bereits nach wenigen Minuten bekam ich mein Ginger Ale und bedankte mich erneut mit einem Nicken, beim Wirt, bevor er wieder ging. Nur kurz nehme ich einen Schluck, während Zane sein Bier wohl schon bald geschafft hatte.
"Du kostes dein eigenes Seelenleid aus ...", es war mehr eine Feststellung als alles andere, auf seine letzten Worte. Auch wenn er von der Allgemeinheit gesprochen hatte. Ich stellte mein Glas wieder auf den Tisch ab und sehe direkt in das stärker werdende 'Glühen' seiner Augen. "Hast du dir je gewünscht, dies alles vergessen zu können?"

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#74

RE: Islington Upper Street

in London 07.08.2011 21:50
von Viloh • 398 Beiträge

Sie hatt kein Interesse. "Und doch nervst du mich mit Unterstellungen und Aussagen diesbezüglich." Mein Tonfall war so kühl und abweisend wie es ihre Augen waren. Und nun wollte dieses ... Mädchen meine Frage beantworten. "Eine die ich weder gestellt habe noch beantwortet haben will." Doch davon ließ sie sich nicht abbringen und erklärte mir warum manche Wesen nicht einfach bei ihrem privatleben bleiben können. "Wenn man keine Hilfe will ist man am Ende selten dankbar für eine solche." Es war meine eigene Erfahrung. Anfangs hatte ich oft denen geholfen -oder helfen wollen- auch wenn sie keine Hilfe wollten. Nun half ich nicht einmal mehr denjenigen die Hilfe haben wollten und deswegen zu mir kamen. Um erlöst zu werden. Statt die Dämonen von ihrem Leid zu befreien tötete ich sie nur und schickte sie somit wieder direkt in Luzifers Schoß. Ich machte mir darum schon seid Langem keine Gedankn mehr. Mir war es schlichtweg egal geworden.
Ich wiederholte mich. Nun setzte ich den Glaskrug ab und wende erneut meinen dunklen Blick zu dieser Frau. Sie hat es bereits beim ersten Mal begriffen. Nun formen sich meine Lippen zu einer höhnischen Grimasse die vielleicht einmal einem Lächeln gleich gekommen war."Und ich hatte es bezweifelt." Das sie es begriffen hat. Meine Stimme war dunkel und unversöhnlich, wenn nicht fast schon streitsuchend. Sie war all das was einen abschrecken würde und doch gelichzeitig das, was einen inne halten ließ.
Ihr Ginger Ale kam und die Aufmerksakeit der Gäste dieses Lokals nahm nicht ab. Doch ich beachtete sie nicht, eben weil sie mich auch nie richtig sehen würden. Sie waren es nicht wert. Niemand war dies. Niemand würde es je wieder sein.
Ich hörte die Woret der Frau. Du kostest dein Seelenleid aus ... "Ich habe keine Seele." Mein nüchterner kalter Tonfall durchschnitt die Luft zwischen uns, auch wenn ich nicht laut sprach. Wieder hob ich das Glas an den Mund und trank einen Schluck als sie mir direkt in meine Augen sah. Und dort nur den Abgrund der Hölle und Schlimmeres vorfinden würde. "Ich dachte mich treibt die Sehnsucht nach etwas Besserem .. wieso sollte ich das vergessen wollen? Wo ich mich doch laut deiner Aussage so liebend gerne in meinem Leiden suhle."

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#75

RE: Islington Upper Street

in London 07.08.2011 22:27
von Raquel

Ich habe selten jemanden getroffen der derart abweisend war. Und das durch und durch. Dennoch zuckte ich nur mit den Schulter und zeigte mich kaum beeindruckt. "Irgendwie musste ich ja deine Aufmerksamkeit erlangen", war meine schlichte Antwort auf mein Verhalten oder eher mein Gesprächthema. Nun ich wusste das dies ein sehr empfindsamer Punkt bei ihm war. Vielleicht gebe ich von jetzt an Ruhe und schweige es tot, so wie er es tut ...
"Man erhält oft Antworten auf ungestellte Fragen" So ist das Leben, würde ich meinen. Die Antworten die man wirklich erlangen will, bekommt man schwer oder gar nicht oder nach einer halben Ewigkeit. Wobei die Ewigkeit an sich eben auch Definitionssache ist und im Auge des betrachtes liegt. "Dem ist in der Tat so.", stimmte ich ihm wenig später zu, das jene die keine Hilfe wollen, hinterher auch selten dankbar sind. Allerdings gibt es auch hier, wie bei vielen Dingen, Ausnahmen.
Als ich ihn dann hinwies, das mir bewusst sei, das er meine Gesellschaft nicht mag verzog er sein Gesicht zu einer Grimasse. Ich denke dies war alles was er noch von einem Lächeln zu stande bekam. Schade eigtl, denn ich vermag mir vorzustellen, das er ein durchaus ansehnliches Lächeln hatte. "Glaub mir, ich möchte dir nicht länger auf die Nerven gehen, als unbedingt nötig.", vorallem wollte ich auch nicht länger als nötig in diesem Lokal sitzen. Ich es ist schon merkwürdig wie sehr einen ein 'Fluch' oder unkontrollierbare Gabe fast von Grund auf ändern kann.
Meine Augen blitzen kurz golden auf, als er meinte er habe keine Seele. "Dann ist es wohl so das du die Erinnerung an den Schmerz, deiner nicht mehr vorhanden Seele auskostest.", ich sah ihn noch immer an und meine Augen fragten, ob ihm diese Formulierung besser gefiele. Warum sein Ton wohl so schneiden geworden ist, als er eine anscheinend einfache Tatsache ausprach. Ich bezweifle ja das es wirklich etwas vollkommen Seelenloses gibt. Fetzen bleiben immer zurück ... oder das Herz übernimmt diese Dinge, selbst wenn es nicht einmal mehr schlägt.
"Soll ich diese auschweifenden Antwort als ein 'nein' deuten?", mein Blick wurde musternd, während meine Augen wieder vollkommen Blau waren. "Keine Erinnerungen zu haben halten Sehnsüchte nicht fern. Und ... Leid findet sich auch immer und überall." Ich frage mich ob er diese Erinnerungen wirklich auf gewisse Weise behalten will. Um sich daran zu erinnern nicht noch einmal die gleichen Fehler zu begehen vielleicht?.

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#76

RE: Islington Upper Street

in London 19.08.2011 22:14
von Viloh • 398 Beiträge

Ich seh an der Frau vor mir vorbei. Gerade würde ich es wirklich schätzen wenn auch Worte einfach nicht an mein Ohr dringen würden. So wie man ganz gerne mal durch andere hindurch sieht. Doch ich höre nunmal ihre Worte. Leider.
"Von meiner Ansicht aus musstest du nicht unbedingt meine Aufmerksamkeit erlangen. Ich wäre auch ohne diese Bemühung von dir zufrieden gewesen." Mein Tonfall blieb abweisend und kalt. Zufrieden? Was für ein Wort ... wann war ich das denn zuletzt einmal gewesen? Ich habe mich einfach mit dem ganzen Dreck in meinem Leben abgefunden, das ist alles.
"Man muss es ja nicht immer dem Durchschnitt nachtun." Mich würde es wirklich nicht stören keine Antworten zu bekommen. Ich frage schon lange nicht mehr nach - mir ist es ... ja, mir ist es egal geworden. Mag sein das man sagen kann das ich vielleicht aufgegeben habe - dann ist es eben so.
Kurz darauf hatte ich mein Gesicht zu einem grimassenhaften höhnischen Grinsen verzogen. Zumindest sollte es so etwas wie ein Grinsen darstellen. "Dagegen habe ich rein garnichts einzuwenden. Findest du aber nicht das die Grenze zum Nötigen shcon lange überschritten ist?" Ungefair ab dem Punkt wo sie beschlossen hat sich an meinen Tisch zu setzen und mir Gesellschaft zu leisten. Mir Aufmerksamkeit zu schenken die ich nicht haben will.
Als ich dann scharf meinte ich hätte keine Seele kann ich deutlich erkennen das ihre Augen kurzweilig golden waren. Und es war fast so als würde ich in einen Spiegel schauen. Kurz und kaum merklich verengten sich meine Augen dann hob ich den Bierkrug wieder und trank erneut etwas. "Beides stimmt nicht.", war meine monotone Antwort auf ihren fragenden Blick.
Kurz darauf wurde ihr Blick musternd nachdem sie mich gefragt hat, ob ich mir je gewünscht habe es vergessen zu können. Hatte ich es denn? "Wenn du das möchtest." Erneut trinke ich etwas und meine Haltung wird nicht weniger abweisend als ich den nun leeren Bierkrug auf den Tisch stelle und meine Arme locker vor der Brust verschränke während ich mich auf dem Stuhl zurück lehne. "Weise Worte..." Ich klinge nun auf kalte Weise ironisch. Meine dunklen Augen ruhen auf der Frau. "Hat es aufgehört, nötig zu sein?" Damit meine ich, ob sie aufhören kann mir 'nicht länger als nötig' auf die Nerven zu gehen.

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#77

RE: Islington Upper Street

in London 19.08.2011 22:46
von Raquel

Mit einem beinahe schon - für mein äußerliches Alter ungewöhnlich - müden Lächeln blicke ich weiterhin zu dem Mann mir gegenüber. Er legt eine unglaube Beharrlichkeit an den Tag, wenn es darum geht mich darauf hinzuweisen, dass er meine Gesellschaft nicht mag. Wobei ich denke es nicht unbedingt wirklich nur um meine Gesellschaft geht. "Diese Thema hatten wir glaube mittlerweile schon zu genüge." und das obwohl wir uns erst ein paar Minuten gegenübersitzen. Aber er erwähnt es wirklich gern und ich glaube das wird nicht das letzte Mal sein, das er mich darauf hinweis. Das kann durchaus ziemlich ermüdent sein. Mir brennt die Frage auf den Lippen, ob er denn wirklich zufrieden sei. Mit dem was er ist. Mit dem was er hat. Mit seinem ... Leben?
Doch da er anscheinend wenigstens genauso ungern über sich selbst spricht wie ich, wenn ich sogar noch mehr, lasse ich es lieber bleiben, ihm diese Frage zu stellen.
Das ich dann auf eine Frage gegantwortet habe, die im Grunde nicht einmal gestellt hatte, gefiel ihm auch nicht sonderlich. Ich nehme einen Schluck von meinem Ginger Ale und sehe dann wieder zu ihm. "Nenn es Anpassung", ist meine recht schlichte Antwort. Ich habe nicht vor mich für etwas zu entschuldigen oder zu 'verteidigen' was ich sagte.
"Nein hat es nicht", ist meine knappe Entgegenung darauf ob ich die Grenze zum 'Nötigen' überschritten habe.
Als ich ihn für einen flüchtigen Moment aus eher goldenen Augen ansah - was an seinem scharfen Ton mir gegenüber lag - verengten sich kaum merklich seine Augen. Und ich bekam das Gefühl das er nur etwas trank um dies zu überspielen.
Es stimmte beides nicht. Einen sehr langen Moment sah ich ihn nur an. "Nun, dann gebe ich das Rätzelraten auf", und dennoch sagte mir etwas das er hier war um sich in den Schmerz der Erinnerungen zu suhlen.
Aber das war sein Problem, nicht das meine.
"Was ich möchte ist leider etwas komplizierter und umfangreicher, als eine einfache Antwort von dir", erwiedere ich, nachdem er der Ansicht war mich entscheiden zu lassen ob ich seinen Satz als ein 'nein' deuten konnte.
Er wird ironisch und ich ziehe auf einer Seite den Mundwinkel nach oben. "Hm ... ich weiß", das meine Worte Weise waren. Im Grunde aber doch nur eine einfache Feststellung sind.
"Wenn du beginnen würdest aufzuhören, mich los werden zu wollen, dann würde es vermutlich schneller gehen, das dass 'nötige' zum unnötigen wird.", wies ich ihn mit ruhiger Minie hin, als er sich zurück lehnte und die Arme verschränkte. Je mehr er sich versperrte, desto länger würde es Dauern und auch wenn ich diese Menschenmassen hasste, würde ich nicht einfach wieder gehen.

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#78

RE: Islington Upper Street

in London 19.08.2011 23:11
von Viloh • 398 Beiträge

Die Frau mir gegenüber mochte diese Menschenmassen nicht das konnte ich spüren. So wie ich viel zu vieles spürte was ich eigentlich garnicht wissen wollte. Wie ich bei Mia gespürt hatte das sie mich lieber gemocht hatte als es ihr und mir gut tat. Und wie ich nun die offene Neugierde dieser Menschen hier im Raum spüre. Und eben die Abneigung der Frau mir gegenüber die sich gegen die Menschen richtete.
Ihr lächeln war ungewöhnliche müde für ihre jungen Züge doch ich war schon vor einigen Minuten zu dem Schluss gekommen das diese Frau um einiges älter war als es von Außen den Anschein machte. Ihr ging meine abweisende Haltung auf die Nerven aber daran würde ich deswegen nichts ändern. Weil mir im Gegenzug ihre Anwesenheit -oder 'interessierte' Haltung- auf die Nerven ging. Sie möchte etwas von mir was komplizierter ist als eine einfache Antwort. "In Bezug auf die Frage ob ich mein Leid mag?", hakte ich mit kühlem Tonfall nach. Mein Bier hatte ich ausgetrunken und saß nun zurück gelehnt und mit verschränkten Armen ihr gegenüber an dem kleinen Tisch in der uhrigen Kneipe.
Mit ruhiger Miene wie sie mich daraufhin das es schneller gehen würde, würde ich sie nicht versuchen los werden zu wollen. "Du scheinst dich hier nicht besonders wohl zu fühlen.", stellte ich trocken fest und lenkte den Fokus von mich auf sie. "Also. Was soll so wichtig sein, das du dich dazu zwingst hier zwischen den ganzen Menschen zu sitzen? Es wäre doch einfacher einfach zu gehen ... Ich bin nur ein Dämon wie es tausende gibt." Und sie ... Unwillkürlich neige ich meinen Kopf etwas zur Seite. Seh sie aus schwarzen düsteren Augen an. Und was war sie? Das Gold erinnerte mich so sehr an meine Augenfarbe - eine Augenfarbe die nicht die eines normalen Dämons war - denn im Grunde war ich dies auch nicht.

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#79

RE: Islington Upper Street

in London 19.08.2011 23:55
von Raquel

Eine Weile herrschte zw uns Beiden Stille. Obwohl ich seine Gedanken im Augenblick nur erahnen konnte, war mir als würde er durchaus auch über mich nachdenken. Vielleicht über die Tatsache das ich hier war, trotzdem mir diese Umgebung deutlich nicht behagte. Doch genau dieses Unbehagen, war ein Teil des Grundes warum ich mich nun ihm gegenüber befand.
Anscheinend wurde er dann auf einiger meiner Worte hin doch etwas wie einsichtig. Denn zum ersten Mal in unserem Gespräch geschah es, das er nicht auf rhetorische oder abweisende Weise eine Frage stellte. "Eher in Bezug darauf ob du los werden möchtest was dieses Leid verursacht.", ob er sich je gewünscht hat das alles - was ihm Leid zufügte - vergessen zu können, hatte ich ihn ja bereits gefragt. Wenn ich vielleicht doch mit meiner Vermutung richtig lag. Er sich also tief in seinem Inneren nach etwas 'Besseren', als seinem jetzigen Dasein, sehnte. Dann konnte ich ihm durchaus etwas Besseres bieten ...
Seine kühle - beinahe eisige - Haltung mir gegenüber machte mir kaum etwas. Es würde schneller voran gehen, wenn er neugieriger wäre. Aber man bekommt eben selten wirklich das was man will.
Er bemerkte das ich mich hier nicht wohl fühlte und wollte nun doch wissen, warum ich denn eigtl hier bin und nicht einfach ging. Normalerweise würde ich ein solches Lokal nicht einmal betreten. Allerdings hatte es heute dazu eben einen wichtigen Grund gegeben. Ich beuge mich etwas vor und lege meine Unterarme auf den Tisch ab. Das Glas mit dem Ginger Ale drehe ich leicht in einer meiner Hände. Allerdings ohne seinem dunklen Blick auszuweichen. "Nennen wir es doch einen Tausch. Ich gebe dir etwas das an mir ... zerrt und im gleichen Atmenzug wirst du etwas los das dir zu schaffen macht.", ganz zu schweigen von den 'Extras' die er noch erlangen würde. "Und nein, du bist kein Dämon wie es tausende gibt." er war unter all den Dämonen eine Seltenheit.
Da ich ihn immer noch ansah entging mir nicht, das er seinen Kopf leicht zur Seite neigte. Sein Blick gekam kaum auffallend etwas fragendes und ich lies bewusst einige Sekunden verstreichen, ehe ich sagte: "Du fragst dich was ich bin."

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#80

RE: Islington Upper Street

in London 20.08.2011 19:23
von Viloh • 398 Beiträge

Wieder fragte sie mich ob ich das was mein Leid verursacht los werden will. Meine ... Erinnerungen? Diesmal hat sie es nur anders gestellt als zuvor, aber es lief auf dasselbe hinaus. Aber wollte ich das denn? Eigentlich wäre die Antwort wohl leicht, denn wer will schon seine Vergangenheit vergessen. Ich will nicht vergessen das ich einmal zwei Kinder gehabt habe. Und ... das ich einmal geliebt habe. So dumm das klingen mag -so selbstzerstörerisch es ist- ich will es eigentlich nicht vergessen auch wenn es mich immer noch, nach all diesen Jahrzehnten, innerlich 'auffrisst'.
"Und du denkst das es auf jede Frage eine klare Antwort gibt, ja?", hakte ich mit kühler Stimme nach. Diese Frage ging alles andere als leicht zu beantworten. Denn wenn sie auch mehr will als eine einfache Antwort - dann wird meine Antwort Konsequenzen haben die ich vielleicht nicht möchte. So verstehe ich das zumindest gerade.
Nun, als ich doch auf sie ein gegangen ist -vielleicht geht es ja schneller- beugt sich dei Frau mir gegenüber vor und legt ihre Unterarme auf den Tisch. Ich sehe in ihr Gesicht und nicht in die Regionen tiefer weil es mich nicht interessiert. Ihre Augen sind das, was ich -wenn ich mich denn auf etwas festlegen müsste- interessant finden würde. Und sie weicht meinem Blick auch nicht aus nur sind ihre Augen nun wieder von einem klaren tiefen Blau. Kein Gold mehr vorhanden ... als hätte ich es mir eingebildet!
Einen Tausch. Sie gibt mir etwas ab, was ihr zu schaffen macht und ich werde ebenfalls so etwas los. "Was bringt es dann? Wenn auf das eine, nur ein neues 'Leiden' folgt?" Als sie sagt ich wäre kein Dämon wie tausende verzieh ich unwilkürlich meinen Mund als würde ich ihr da deutlich wiedersprechen wollen. Tat ich jedoch nicht.
Nun sah ich sie mit leicht schräg gelegtem Kopf an und ich bemerke erst das ich sie wohl etwas 'fragend' angesehen haben muss, als sie dies nach einigen Sekunden sagt. Ich richte meinen Kopf wieder auf. "Wer würde das nicht?" Und wieder waren wir bei den 'ausweichenden Antworten'.

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