INPLAY:Madness Is Comming


Adélie and Clywd:

Hat die außergewöhnliche Liebe nun ihr Ende gefunden? Adélie wurde in ihre Welt gebracht, der Vampir hat nur zugesehen. Haben die beiden sich Aufgegeben? Werden sie sich wiedersehen, so wie es das Schicksal immer wollte? Eins steht fest, wenn das Schicksal es will, dann werden sie sich wiedersehen, so war es immer und wird es immer sein. ______________________________________________________

The Child:

Ein Kind, ist in Thor´s leben getreten. Seiner verstorbenen weißen Vi so ähnlich. Wer ist das Kind? Werden sich ihre Wege erneut Kreuzen? ______________________________________________________

Liara:

Eine Veränderung geht durch das Kind von Balian und Kotori. Etwas tief in ihr ist dabei zu Erwachen. Doch was ist es? Was wird mit dem jüngsten D-Kind geschehen? Ist es gut oder schlecht? Das wird die Zeit zeigen. ______________________________________________________

The good Soul:

Noch immer befindet sich die Seele des Engel in den Fängen des Buches. Das Universum versinkt im Krieg, nicht mal die Götter Asgards können dies noch im Schach halten. Wird man die Seele befreien können? ______________________________________________________

INFORMATIONS


Von Luzifer verleitet oder von Gott erlöst? Wo immer dein Weg dich auch in dieser Welt hinführen wird – das Schicksal ist stets an deiner Seite um dir zu zeigen WER du bist.
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WELCOME TO A Magical Journey


Wenn die Menschen zum Himmel aufsehen, dann fragen sie sich immer wieder ob es wohl noch Leben da draußen gibt. Nichts fasziniert die Menschheit mehr als das Ungewisse vor einer Ungelösten Frage zu stehen und tun alles um der Antwort auf die Schliche zu kommen. Sie bauen Teleskope um in der weiten unbekannten Ferne etwas erkennen zu können. Der Wunsch nach Antwort lässt sie alle rotieren und zu neuen Fantasien und Gedanken treiben. Doch ihre Antwort ist näher als viele vermuten würden. Sie befindet sich direkt vor ihren Augen. Unter ihnen – versteckt und verborgen in der Seele jedes Wesens.
Facts For You F
#1

The light in the death

in Vergangenheit 04.01.2015 19:13
von Clywd • Vampir | 104 Beiträge

...Am allermeisten sehnte ich mich nach dem Tod, das weiß ich jetzt.
Ich habe darum gebeten, um vom Schmerz des Lebens erlöst zu werden...



Ring
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#2

RE: The light in the death

in Vergangenheit 04.01.2015 19:14
von Clywd • Vampir | 104 Beiträge

Nuada, eins ein prachtvolles Land, in dem Menschen mit Wesen Seite an Seite lebten. Die Felder hatten reichlich Ernte, in manchen Monaten sogar viel zu viel. Menschen lebten im Wohlstand, die Sonne fast den ganzen Tag schien, hatte sich verändert. Die Winter schienen länger und härter als jemals zu vor zu sein. Regen beherrschte den Tag und die Nacht, nur selten kämpfte sich die Sonne durch und erhellten die dunklen Schlossmauern. Der viele Regen ließ die Ernte verderben und die Menschen, aber auch Wesen Hungern. Viele sind in den letzten Jahren an Hungersnot gestorben, es schien als könnte niemand mehr dem Herr werden. Lieferungen aus den anderen Ländern kamen nur schwer über die Stürmische See, schafften sie es, blieben die Kuschten auf den schlammigen Straßen stecken was Plündrer aus ihren Verstecken Lockte. In den Dörfern roch es nach verfaultem Fleisch und Fäkalien. Menschen die starben wurden schon lange nicht mehr Begraben, denn auch wenn der Boden weich war, rutschte die Erde oft viel zu schnell wieder in die Ausgegrabenen Löcher und Schlossen. Man hatte nicht mehr die Kraft immer und immer wieder neue Löcher zu graben. Soldaten hatten alle Hände voll zu tun, doch auch sie konnten den Unmut der Bürger nicht mehr Herr werden. Stimmen erhoben sich, wurden lauter das der König seinem Volk all das mit Absicht zu mutete. Das er in Saus und Braus lebte, doch dem war nicht so. Denn der König versuchte alles was in seiner Macht stand um seinem Volk das zu geben was es brauchte. Nicht nur auf natürlichem Wege, sondern auch mit Magie. Hexenmagie. Doch erschien es dem Mann so, als würde eine höhere Macht verhindern wollen, dass die Wolken sich verzogen.
Der junge König selber hütete ein Geheimnis, was in den Zeiten in denen die Menschen wussten dass es mehr gab als nur die Sterblichen fast schon lächerlich klang. Doch wusste er, sollte jemals sein Geheimnis ans Licht kommen, würden seine Feinde oder auch einfach nur Menschen, Wesen die nach Macht strebten versuchen ihn zu Stürzten. Nun kam es ihm doch schon recht, dass die Sonne nicht den halben Tag schien, dass Nuada zu einem fast schon düsteren Ort geworden war. Auch wenn dem König bewusst war, dass das so nicht weiter ging. Gerüchte hallten durch seine Hallen, nach einem Fluch, nach Geschichten die man sich nun schon erzählte um dem allem einen Sinn zu geben. Die Fantasie ließ dabei keine Grenzen offen. Alles klang lächerlicher als das andere und doch brauchten vor allem die Menschen diese Geschichten um nicht ganz durch zudrehen. So hatte sich auch das zusammen leben geändert. Es gab Menschen welche den Übernatürlichen die Schuld an allem gaben. Denn einige Wesen hatten das Glück, keine Nahrung zu brauchen. Einen Sündenbock musste es immer geben.
Doch mit der Zeit wurde es schlimmer. Eine Seuche war unter den Menschen ausgebrochen, welche die Sterblichkeit rapide hat ansteigen lassen. Keiner wusste was es genau war, nur das die Menschen Beulen an ihren Körper bekamen, Blut Husteten und hohes Fieber haben. Die Ärzte, auch seine Arbeiten an einer Lösung des Problems, doch sie alle waren Ratlos. Bis jetzt ist die Krankheit unter schwarzer Tod bekannt. Zu vor hatte es nur die kleinen Städte am Rande seines Königreiches in Besitzt genommen. So glaubte man dass es nicht reiche würde um bis in die größeren Städte zu gelangen, doch da hatte man sich getäuscht. Immer mehr breitete sie sich über das ganze Land aus.
Wir müssen was tun mein Herr sprach der hin und her laufende Benedict welcher nicht nur ein alter Berater sondern auch Soldat war. Der König saß Nachdenklich auf seinem Thorn. Er wusste dass er etwas tun musste, nur war das einfacher gesagt als getan. Denn auch die Hexenmeister hatten noch keine Lösungen gefunden. Bisher wusste man, dass nicht nur Nuada unter der Seuche Litt, sondern auch andere Ländern, fern seiner Heimat, bis über das Meer hinaus Ich weiß kam es Nachdenklich von ihm. Es war einfacher gesagt, als getan. Sowas hatten sie bisher nie gekannt, hatte es nie gegeben. Wenn nicht mal die Magier was dagegen ausrichten konnten, dann mussten sie einen anderen Weg finden.


...Am allermeisten sehnte ich mich nach dem Tod, das weiß ich jetzt.
Ich habe darum gebeten, um vom Schmerz des Lebens erlöst zu werden...



Ring
zuletzt bearbeitet 04.01.2015 19:46 | nach oben springen

#3

RE: The light in the death

in Vergangenheit 04.01.2015 21:47
von Adélie • Veehla Elfe / Lichtelfe | 54 Beiträge

An manchen Tagen, Momente wie diese, an denen die Finsternis dunkler als Schwarz über den Köpfen der Existierenden herein brach, schien das Bild zu Leuchten. Ungeachtet der Tatsache, dass es weder Sonne noch Schein einer Kerze brauchte um die Farbenpracht zu zeigen, war es seine eigne Sonne. Sein eigener Mond. An jenen Tagen war dieses Gemälde eingerahmt in Gold, der einzige Lichtblick von Ephrahim. Stundenlang konnte er in dem alten Sessel vor dem Bild verweilen und seine Schönheit betrachten und je länger er es ansah, war es ihm als würde es atmen. Die Wellen in den Türkisen Tönen, dabei zu beobachten wie sie seicht hin und her schwappten. Oft erschrak es ihn wenn ein kalter Luftstoß von draußen ihn ereilte und mit heulenden Getöse seine alte Haut in fröstelnde Kälte hüllte. In Gedanken war er dort. An dem Strand dessen Sand so fein und weiß wie Schnee im Winter war. Nur das man keine Kälte spürte. Nicht wie hier.
Behutsam würde er über seine alte Haut fallen und die Zehen ganz tief in die wohlige sanfte Wärme vergraben. Langsam schloss er die Augen. Wenn der alte Mann ganz still war, hörte er die Blätter wehen und die exotischen Vögel zwitschern. Es war das Paradies. Und es würde dort nichts außer die Vollkommenheit geben.
„Wann hörst du endlich auf von Dinge zu träumen die es nicht gibt“, die schneidende Basstonstimme einer Frau zerstob das erschaffene Paradies in Gedanken jäh. Ephrahim zog sich zusammen mit seinem Laib, als würde ihn eine kalte Welle des rauen Meeres vor seiner Tür erhaschen und zog eine verbissene Mine.
„Es gibt diese Insel, Minerva. Da draußen irgendwo gibt es sie und sie wartete nur darauf entdeckt zu werden“, verteidigte der alte seine glühenden Vorstellungen und erhob sich matt aus dem Sessel. Ein abfälliges Schnauben antwortete ihm, doch anscheinend schien seine Frau heute nicht die Muße zu haben mit ihm zu streiten. Ein Glück. Der Tag war schon rau genug, da hatte ihm das barsche Gezeter der Volleibigen alten Dame nicht zu seinem Unglück gefehlt. Mit schwermütigen Schritten blickte der Mann durch das kleine Fenster neben dem Bild und zog die Stirn in tiefe Falten. Ihm fehlte die Sonne so sehr wie das Lachen seiner Frau. Beides hatte er schon Jahre nicht mehr gesehen. Und hoffnungen auf ein Rückkehr Beider schien von Tag zu Tag ferner zu Rücken.
Allgemein machte sich im Land Nuada die Depression breit, die in Gewissen Orten schon begannen ihre Hässlichen Gesichter in Wut und Zorn umzuschlagen. Bald würde ein Bürgerkrieg nicht mehr zu verhindern sein. Man konnte schon fast, mit viel Ironie hing der Mann mit bitteren Lächeln in Gedanken dran, froh sein das die Seuche wütete.
Eine arge Schwermut überfiel ihn und als habe er plötzlich alle Kraft in den Gliedern verloren ließ er sich zurück in den Sessel fallen. „Wir sind verdammt“, murmelte er leise und hob seine eigene Hand vor Augen. Ein Siegelring, groß aus Gold mit einem merkwürdigen Emblem aus Sicheln in der Mitte, wurde zum Brennpunkt vor seinen Augen. Als er noch jung war, hatte er Gedacht mit seiner Macht alles beherrschen und bestimmen zu können. Geboren als Zauberer war er so unendlich Stolz auf sein Erbe gewesen. Auf das was in ihm steckte. Doch was nutze ihm die Macht der Magie wenn sie nicht mal eine einzige Seele vor dem grausamen Tod der Natur bewahren konnte.
Nichts was er unternommen hatte um seine Freunden, Bekannten und Verwandten zu helfen hatte gewirkt. Zwischen Verzweiflung und Lethargie gefangen sah er auf. Minerva die seit dem Tod ihrer gemeinsamen Tochter nur noch Schwarz trug, hatte begonnen ein paar Steckrüben in einer weiten Schale zu waschen. Ihre Mine war har und Abwesend. Die Augen leer.
Ephrahims Herz begannen merklich zu stechen, denn er fühlte sich Schuldig ihr gegenüber. Als Luna erkrankte hatte er ihr versprochen sie zu heilen. Schließlich war er der mächtige Zauberer und sie nur ein Mensch. Sie hatte alles in ihrer Macht stehende getan als sie begann ihr Tücher auf die Stirn zu legen und Mohnblumensaft zu verabreichen. Aber er …..
Erneut hob er den Kopf und blickte das Bild mit der Insel im strahlenden Blauen Meer an.
Was hatte er getan?
Er hatte versagt. Er hatte sie nicht retten können, weil er nicht gewusst hatte wie. Langsam spürte auch Ephrahim wie die Depression sich bei ihm in Wut umschlug. Doch bevor er sich ganz in seinen Gram einschließen konnte erhob die Stimme seiner Frau sich erneut von der Stille ab.
„Hozier ist krank“, erzählte sie ihm als rede sie gerade über das Wetter, das heute wie immer schlecht war. Ephrahim schwieg.
„Er und sein Zwillingsbruder sind gestern gefunden worden. In der Scheune. Helena weiß nicht was sie tun soll. Ihre Söhne haben für sie die schwere Arbeit auf den Feldern gemacht. Wie es aussieht wird sie nun betteln müssen. Armer Frau“
Der alte Mann hatte keine Ahnung ob seine Frau bei ihrer Erzählung etwas Empfand, ihre Stimme jedenfalls wich keinen Deut von der Belanglosigkeit ab. Das Trauerspiel nahm fast schon bizarre Züge bei ihr an. Noch mehr Schuld machte sich in Ephrahim breit, drückte sich auf sein Herz, auf seinen Verstand und ließ ihn innerlich aufschreien als würde er äußerlich gefoltert.
Er musste etwas tun.
Irgendwas.
Nur was.
Mit schwer sich hebender und senkender Brust sah er weiter auf das Bild. Die Wellen die er vorhin gehört hatte waren nun nicht mehr ruhig sie tobten. In seinen Verstand braute sich ein gewaltiger Sturm auf und als ein Blitz draußen über den Himmel zuckte, riss es ihn aus dem Sessel. Minerva sah auf. Nicht erschrocken aber verwundert genug, um die Rübe in ihrer Hand fallen zu lassen.
„Was ist los?“, fragte sie ihren Mann und griff wieder zu ihrer Arbeit.
„Du hast Recht. Es wird von außen keine Hilfe zu uns kommen. Niemand wird uns helfen. Nicht die Götter, nicht der König. Niemand. Wenn wir nicht etwas unternehmen, dann gehen wir unter“, er schrie sie fast an so aufgewühlt war er. Früher hätte sie vermutlich zu weinen angefangen. Sie hatte sich immer vor seinen Spontanen Ausbrüchen gefürchtete.
Früher war alles anders gewesen. Heute senkte sie nur den Kopf, starrte auf das halb verdorrte Gemüse in ihren nassen Händen und sah abwesend dabei zu wie ihr Mann in den Keller verschwand.



The Truth behind the lie
zuletzt bearbeitet 04.01.2015 21:56 | nach oben springen

#4

RE: The light in the death

in Vergangenheit 05.01.2015 21:13
von Clywd • Vampir | 104 Beiträge

Die Wochen vergingen, doch es trat keine Besserung auf. Die Seuche breitete sich immer mehr aus. Tage zuvor war der König inkognito durch das Land gereist um sich selber ein Bild von all dem zu machen. Was er sah, aber auch roch war tot und Elend. Vor allem die Menschen hatte es schwer getroffen. Doch in den letzten Tagen hatte er auch gesehen, dass der schwarze Tod auch nicht vor den Wesen Halt machte. Es war also nicht nur ein Problem der Menschen, es weitete sich immer mehr aus. Die Ursachen waren unklar, doch eins war klar. Egal ob Mensch, Wesen, gut oder weniger Betucht es würde jeden treffen. Es war sicher nur eine Frage der Zeit bis auch das Schloss befallen war. Aber nicht nur deswegen wollte und musste der Herrscher eine Möglichkeit finden um das Sterben zu verhindern. Man hatte es natürlich auch mit dem Blut von Vampiren versucht, welches bekanntlich eine Heilende Wirkung hatte. Mehr als jeder Zauber welche ein Hexenmeister aufbringen konnte. Doch gegen das was sich über die Welt ausbreitete, war auch das sonst so starke Blut der Wesen der Nacht Machtlos. Das hätte sicher niemals ein Untoter für möglich gehalten. Deswegen war auch klar, dass selbst Vampire irgendwann davon betroffen sein würden. Jeder hatte nun etwas zu verlieren. Vor allem das Leben was jeder so liebte.
Stimmen erhoben sich, dass das Königshaus zu wenig für die Bürger und somit gegen die Seuche tat. Dabei konnten sie nicht verstehen, dass er kein Gott war und auch nicht auf alles Einfluss nehmen konnte, auch wenn sie es sich vielleicht wünschten. Doch hatte er noch viele andere Sorgen. Es hatte sich rumgesprochen, dass es einen Magier gab welcher versucht hatte ein Gegenmittel zu finden, was den Versuch alle Ehre machte, doch genauso viele sagten auch dass es erst durch ihn möglich wurde, dass er schwarze tot auch auf die Wesen übergreifen konnte, da er irgendwas gemacht haben sollte. Der König wusste nicht was, von solchen Dingen verstand er nicht viel. War er kein Gelehrter, dafür hatte er seine Ärzte sowie Magier. Es war klar, dass er dem Nachgehen musste. Und auch wenn dieser Magier der sich Ephrahim nannte die Seuche nicht in Umlauf gebracht hatte, so hatte er dafür gesorgt das es niemanden mehr Immun gegen den Tot war. So gab der Mann den Auftrag Ephrahim zu holen, denn es musste ein Exempel statuiert werden. Zugleich sollten die Menschen nicht den Eindruck bekommen, dass es einen Unterschied zwischen Sterblichen sowie Unsterblichen gab, welche sich gerade als nicht mehr ganz so Unsterblich rausstellten. Diese Entscheidung war dem König nicht schwer gefallen, denn bei einem Menschen hätte er auch nicht anders gehandelt. Dinge mussten getan werden, Entscheidungen gefällt werden. Gerade als die Autorität Person konnte er es sich nicht leisten, man könnte Denken er würde Schwäche zeigen.

Mitten in einer Verregneten Nacht wurde die Holztür von Ephrahim sowie seiner Frau aufgestoßen. Das Holz zersplitterte, die Tür krachte laut zu Boden und Weckte jeden der bisher Seelenruhig geschlafen hatte. Minerva schrie vor Schreck auf, hielt sich die Decke vor den alternden Körper. Glaubte zuerst, dass Einbrecher im Haus waren Ephrahim Sie sind im gegen Verbrechen der Krone Verhaftet zwei Männer zogen den alten Mann aus dem Bett um ihn schwere Eiserne Handschellen anzulegen. Er hatte nicht mal die Möglichkeit sich andere Sachen anzuziehen, wurde gleich in seinem Gewandt hinaus gezerrt. Der alte Mann hatte nicht die Körperliche Kraft sich zu Wehren. Seine Frau versuchte die Männer noch Aufzuhalten, doch auch sie konnte nichts dagegen Ausrichten Das ist meine Strafe für das was ich tat er war ziemlich kalt was das anging. Wusste dass er einen Unverzeihlichen Fehler begangen hatte. Einen schwerwiegenden der alles verändert und noch viel schlimmer gemacht hatte. Nur war er alt, aber Bestimmt nicht Senil oder Unwissend, so hatte er noch ein Ass im Ärmel, sollte es wirklich zum Äußersten kommen. Ein guter Magier hatte immer einen kleinen Trick parat.
Schnell war seine Kleidung durchnässt, als er in den Käfig gesteckt wurde und man den Pferden die Sporen gab. Es war klar, dass sein tot nichts Rückgängig machen würde doch es würde vielleicht für kurze Zeit die Gemüter der Bürger beruhigen. Diese bewarfen ihn mit verdorbenem Gemüse, taten Laut Kund was sie von ihm hielten. Auch verfluchten sie seine Gabe. Wesen schrien ihn an, dass er Schade über sie gebracht hatte, was noch eines der nettesten Dinge war die er zu hören bekam. Unsanft wurde er aus dem Käfig gezerrt, in die Burg nach unten in den Keller. Seine Füße waren Dreckig sowie Blutig, trug der alte Mann doch keine Schuhe. Epharhim bekam die dunkelste, dreckigste und wohl auch stinkenste Zelle welche im Kerker zu finden war Morgen früh wirst du Gehängt alter Mann die wache spuckte ihn an. Zeigte nur umso deutlicher was er von ihm hielt. Auch wenn er nur ein Mensch war, so war seine Frau ein Wesen und keiner von beiden wollte dass der andere Stirbt. Für Epharhim gab es keine Anhörung, kein Gericht denn seine Schuld stand fest, für alle ob sie nun Bewiesen war oder nicht. Einer musste dafür Hängen, sei es auch nur um dem Volk etwas Frieden zu geben oder die Sicherheit das jeder der mit der Seuche zu tun hatte bestraft wird.


...Am allermeisten sehnte ich mich nach dem Tod, das weiß ich jetzt.
Ich habe darum gebeten, um vom Schmerz des Lebens erlöst zu werden...



Ring
zuletzt bearbeitet 24.01.2015 23:48 | nach oben springen

#5

RE: The light in the death

in Vergangenheit 06.01.2015 01:38
von Adélie • Veehla Elfe / Lichtelfe | 54 Beiträge

So klar und deutlich hatte er sie noch nie vor sich gesehen. Die Insel. Eingepfercht zwischen Unrat und Tod, konnte er das Rauschen der Wellen so deutlich hören, als wäre er in diesem Augenblick wirklich und leibhaftig dort. In Gedanken war er bei ihr gewesen, hatte an ihre Schönheit gedacht während er seine Gedankliche Lösung in den Verkorkten Tod verwandelte hatte.
Schon als er das kleine Fläschchen abfüllte, wusste er das es ein Fehler war. Warum er trotzdem das Mittel dem Jungen Hozier gab wusste er nicht.
Kurz hielt er inne, griff in die Innenseite seines Mantels und rollte das eigenartige Pergament auf. Sein Gesicht wurde in warme leuchtende Farben getränkte. Doch, viel das kleine Wort spontan nach einer stillen Weile. Doch, er wusste es. Als er feststellte das es keine Rettung geben würde, empfand er es als richtig jedem das Ende zu liefern. Gemeinsam zu sterben war eine bessere Lösung als die Geliebten in endloser Trauer zurück zu lassen. Ephrahim hatte es bei seiner Frau gesehen.
Obwohl sie noch atmete war sie mehr Tod als Lebendig. Verlust und Leid war dabei sie zu Grunde zu richten. Dieses Schicksal hatte er anderen ersparen wollten.
Abwesend wischte er sich die schmierigen, teils übelriechenden Reste aus dem Gesicht, Tomate vermutete er als er die Finger darauf an seinen kargen Umhang abschmierte. Aber es war ihm egal. Seine letzten Minuten galten ihm und diesem einzigartigen Bild. Liebevoll strich er über die Zeichnung und spürte fast dasselbe Empfinden wie bei den letzten Atemzügen seiner Tochter. Auch sie hatte er jemand anderes überlassen müssen, den er nicht kannte.
Aber er hatte die Wahl, zu Leben und sein Wissen und damit die Verbundene heilende Schönheit mit ins Grab zu nehmen. Oder aber sich von ihr ein letztes Mal retten zu lassen.
Und während er sich in dem Antlitz verlor erinnerte er sich daran wie er zur Isla Luna gekommen war.

Er war jung, tatenfreudig und vielleicht etwas übereifrig. Seine lange Nase hatte er schon gerne als Kind überall reingesteckt, was seinen Meister steht‘s zu Verzweiflung gebracht hatte.
„Ephrahim der Tunichtgut. So sollte man dich nennen Bursche“, raunte ihn der alte Kautz mit langen Ziegenbart und schräger Kapuzenmütze an. Im Mund eine Pfeife aus Eschenholz, deren Seiten mit seltenen Vögeln verziert worden war. „Wie kommst du nur immer zu den Launen deinen Kopf in alles reinzustecken. Irgendwann wirst du das schwer bereuen, Bursche“, seine mürrische Stimme bekam ein feines Lächeln und schon wusste Ephrahim er war ihn nicht mehr böse, dafür das er den Bitterampfer aus dem Schreck heraus verschüttet hatte.
„Meister Sehram, wieso ist es falsch Neugierig zu sein? Ich dachte so wäre die Menschen und Wesen an ihre Größten Schätze gekommen. Und an das Wissen?“, mit großen blauen Augen starrten ihn von unten an, während er mit den gleichbleibenden Bewegungen die Scherben des zerbrochenen Kruges zusammen fegte.
„Aha. Falsch“, erwiderte der alte Hexenmeister und zog scharmützelnd an seiner Pfeife.
Was genau falsch an diesem Satz war, wusste der Schüler nicht und runzelte daher die Stirn. Erst gestern hatte ihm sein Meister genau dieses Satz ein gutes Dutzend mal in 6 verschiedenen Sprachen schreiben lassen. Unter anderen in einer die er nicht mal kannte. Doch der alte Schwieg und schien sich in dem Ärgernis, in dem sich nun der Schüler grämte, zu ergötzen.
Beide betrachteten sich und nur der aufsteigende Rauch durchquerte die eindringlichen Blicke. Dann erhob sich Meister Sehram und tippte sich gegen den Kopf.
„Das ist das Problem mit den Wesen und Menschen. Sie glauben das Gold und Silber sie Glücklich macht. Reichtümer nennen sie es und schmücken damit Wände und Leiber. Aber das mein Junge ist falsch. Kannst du mir sagen warum?“
Ephrahim überlegte eine sehr lange Weile. Die ganze Zeit in den er den Boden von den Bitterampfer befreite überlegte er. Doch er kam nicht auf die Antwort. Seine Mutter hätte gerne viel Gold. Sie hätte damit nicht mehr auf dem Feld arbeiten müssen und könnte wie die Königin sich in schöne Gewänder hüllen. Salben und Schmuck auftragen und den Neid der anderen Genießen. Gold war zum Überleben nötig.
„Du bist ein wirklicher Tunichtgut, Bursche“, kam es erneut von der Seit und nun war es Ephrahim der langsam mürrisch wurde. Nicht das er den Unterricht bei seinem Meister nicht schätze. Er liebe ihn sogar. Aber oft war der alte Kautz nicht ganz richtig im Kopf.
„Komm her, leg den Besen hin und setz dich du drei Käsehoch. Na los komm her“, forderte er ihn auf und als der Junge neben seinen Meister auf einem alten Holzfass mit Kissen saß, zwischen alten Regalen in denen Kräuter, eigelegte Tiere, Innereien und Mineralien lagerten, wurde die Atmosphäre bedächtig. Bernsteinfarbene Augen blickten ihn so eindringlich an wie noch nie zwei Augen ihn angesehen hatten und es wurde sehr ruhig im Inneren des Schülers. Fast konnte er sein Herz schlagen und das Blut rauschen hören.
„Im Leben gibt es zwei Dinge die mehr Wert sind als Könige und Prinzen in ihren Schlössern behüten. Wissen und Liebe. Wissen bringt dir die Gabe ein mit allen Problemen die in dem Leben auf die zukommen fertig zu werden. Denn du musst wissen mein Junge, mit Gold alleine kann man sich nicht alles kaufen“, der Meister hob den Finger warnend, denn Ephrahim hatte den Mund geöffnet um etwas zu erwidern. „Ich weis was du sagen Willst. Aber wir reden hier nicht von dem Wissen wie oder wo sich Personen, Gold oder anderes Nutzlose Zeug befindet. Es gibt einen Haufen Dummköpfe auf dieser Erde die für eine Information von dem Versteck des Gefangenenlagers der Dunklen, mehr Gold zahlen würden, als für das Wissen nach Isla Luna“
Und an dieser Stelle hatte er zum ersten mal von der einzigartigen Insel gehört.
„Was ist das Isla Luna?“, hatte er gehaut und war unruhig auf seinen Sitz hin und her gerutscht. Der Blick des alten Zauberers hatten einen Spannenden, fast schon mystischen Ausdruck bekommen. Er lächelte. „Isla Luna ist ein Mythos. Draußen auf der Ägäis“, und er deutete über seiner Schulter hin zum rauen Meer. Ephrahim zog die Stirn in tiefe Furchen.
„Und was gibt es dort?“
„Etwas das viel mehr Wert ist als Gold und Silber. Das Balsam der Seele“, und die Stimme von Meister Sehram bekam etwas Sehnsüchtiges. Dann war er plötzlich verschwunden. Öfters kam es vor, wenn dem alten etwas in den Sinn kam, der er einfach verschwand und mit vollen Händen seines Begehrens wieder kam. In letzter Zeit war es oft Rosmarinkuchen der Nachbarin gewesen, wofür Ephrahim immer die Schuld bekam. Aber als er diesmal auftauchte lag ein zusammengerolltes Pergament zwischen seinen Finger.
„Meister“, drang der Schüler auf den alten Mann ein bevor dieser weiter mit seiner Lehre fortfahren konnte und stand auf „Ich versteh das nicht. Was ist Balsam für die Seele und wie hängt d mit Wissen und Liebe zusammen. Das ergibt alles keinen Sinn. Mit nichts davon könnte man sich Brot, oder Kleidung kaufen“
Doch Sehram hatte nur gelächelt, das seltsame Papier entrollte und zu ersten Mal den Blick auf etwas gezeigt was, einen zum Weinen bringen konnte.

Etwas war hart gegen die Gitterstäbe geschlagen und hatte Ephrahim aus seinen Dämmerzustand geholt. Inzwischen war es Tag geworden. Man erkannte es allein an der Tatsache das der Düstere Keller ein wenig mehr von seinen Grauen preisgab, als bei Nacht. Der Geruch von Urin lag beißend in der Luft und dann erblickte er den Soldaten an seinen Gitterstäben. Fäulnis grinste ihn an. Zähne so gelb wie der Bitteranpfer aus seinen Erinnerungen.
„Bald ist es soweit, du alter Kautz. Bist du bereit dem Tod deine Schulden zu bezahlen?“, raunte er und legte seine Massigen Arme zwischen die Stäbe und ließ sich träge, aus Belustigung dagegen hängen. Ephrahim ignorierte ihn.
Seine Gedanken waren bei seinen alter Meister. Damals hatte er ihn nicht verstanden. Heute tat er es. Noch immer konnte er sich mit dem Wissen kein besseres Leben erkaufen. Aber zumindest hatte er die Hoffnung, dass sie ihm das Überleben sichern konnte.
„Wahres Wissen ist Macht“, flüsterte er und strich wie ein Liebhaber über die raue Oberfläche des Bildes. Vielleicht dachte er sich, war all dies was nun geschah kein purer Zufall. Sondern eine einzigartige Fügung des Schicksals.
Denn als er kurz darauf vor dem König kniete, hatte er dieses Mal etwas im Gefühl, die wahre Heilung in Bewegung gesetzt zu haben.



The Truth behind the lie
zuletzt bearbeitet 06.01.2015 01:48 | nach oben springen

#6

RE: The light in the death

in Vergangenheit 10.01.2015 18:48
von Clywd • Vampir | 104 Beiträge

Der Wind fegte durch die Schloss Mauern, der Regen prasselte gegen die dunklen Mauern, als wollten sie dem was heute geschehen sollte die nötige Kulisse geben. Blitze zuckten über den Himmel, erhellten immer wieder für wenige Sekunden den vollen Thronsaal. Donner hallte in der Ferne, immer näher Rückend. Nur kurz konnte man in der Dunkelheit den König sehen, welcher im Verborgenen auf seinem Thron saß. Keine Mimik oder Gestik verriet was er dachte, wirkte er wie Versteinert. Doch sein Blick lag die ganze Zeit auf dem alten Mann der vor ihm Kniete. Nur ein Mal wollte er einen Blick auf ihn werfen, auf den Zauberer welcher glaubte das Schicksal selbst in die Hand nehmen zu können und damit nur noch alles verschlimmert hatte. Verzweiflung stand ihm ins Gesicht geschrieben, doch auch ein Hauch von Hoffnung schien der Mann in seinen Augen sehen zu können. Hoffnung? Warum? Weil er der Seuche durch seinen tot der nicht mehr lange fern war entgegen konnte? Was für eine seltsame Hoffnung wäre das? Dann hätte der alte Mann sein Leben auch schon viel früher ein Ende von alleine setzten können.
Alle Anwesenden hielten gebannt ihren Atmen an, auch wenn ihnen viel auf der Seele lag was sie gerne los werden würden, nur dafür war im Schloss kein Platz. Der König würde nicht zulassen dass hier irgendjemand dem Mann auch nur zu nahe kommen würde. Die Blicke wechselten zwischen ihrem König und dem alten Zauberer der in Ungnade gefallen war. Dafür hatte es noch nie einen Ausweg gekommen. Fiel man vor dem König, dann konnte einem nichts helfen um seine Gunst wieder zubekommen. Erneut zuckte ein Blitz über den grauen fast schwarzen Himmel, dessen Wolken schwer hingen und unaufhörlich Regnen ließ. In diesem Augenblick erhob der König sich, sein Schatten fiel lang über die Mauern, ehe alles wieder in ein fahles Licht fallen ließ. Nur wenige Kerzen brannten, der heftige Wind blies die Kerzen immer wieder aus, so dass gerade nur die wichtigsten brannten.
Langsam schritt der großgewachsene Mann auf den Magier zu, dabei verriet immer noch nichts von seinen Wahren Gefühlen. Doch sicher war, dass er ihm am liebsten selber das Leben nehmen würde um ihn zu zeigen, was er getan hatte. Nicht nur ein Verrat an die Menschen hatte er begonnen, sondern auch an seiner eigene Spezies und den anderen Wesen. Die Magier waren, seit in Erfahrung gebracht wurde das dieser einer für die Veränderung war, nicht mehr gern gesehen. Man zweifelte an ihnen. Hatten es einige Wesen seit Beginn der Offenbarung schwer gehabt, mussten sich das Vertrauen erst verdienen, doch schnell konnte so ein Bündnis bröckeln. Der König wusste, das vor allem Vampire zu Beginn nicht gern gesehen waren in der Nacht, brauchten sie doch das Blut von den Lebenden. Doch es wurde der Kompromiss geschaffen, dass Freiwillige ihr Blut gaben oder jene Menschen die zum Tode Verurteilt waren, ihr Leben durch sie verloren. Nicht alle verstanden sich, denn gerade Ephrahim hatte es nicht verdient auf solch Humane Art zu sterben. Er sollte seinen Kopf verlieren. Sieh mich an befahl er ihm schroff. Seine Stimme brach sich an den Wänden. Nun wurde deutlich wie Sauer der sonst so souveräne Mann gerade war. Doch er musste sich zusammen reizen, denn nur seine engsten Vertrauten wussten wer der König wirklich war oder sollte es besser heißen WAS. Seine Hände waren zu Fäusten geballt. Ephrahim hob seinen Kopf, der Blick war Angst erfüllt, würde er nicht Knien hätte er sich schon alleine wegen dem Blick seines Herren auf die Knie gewichen. Denn er konnte mit einem Blick jemanden in die Knie zwingen. So gerecht ihr König auch war, genauso Grausam konnte der Mann sein. Auf seinem Land, auf seinem Boden hatte er noch nie einen Krieg verloren, niemand wusste wie das kam doch waren seine Soldaten die besten, wie man sich sagte. Hatte er Vampire unter ihnen, aber auch andere Magische Wesen. Er selber würde nicht sagten dass sie die besten waren, nur wussten sie wie sich eine Schlacht zu führen haben. Ihre Konstellation und ihre Kriegsführung war einfach die beste. Unstimmigkeiten gab es kaum welche und das unterschied seine Armee von denen der anderen Könige. Me…mei…mein Kö..König… stammelte der alte Zaus, doch ihm wurde der Mund verboten. Die Menge war sofort aufgebracht, verspotteten ihn wieder, warteten nur noch darauf das er endlich nach draußen in den strömenden Regen gebracht wurde wo der Gerechtigkeit Genüge getan werden sollte. RUHE hallte die barsche Stimme des Mannes durch das Schloss Schafft ihn fort damit wurde Ephrahim gepackt , damit er aus dem Schloss gezogen werden konnte. Der König würde sich das alles vom Balkon aus ansehen. Immerhin musste er Anwesend sein Bitte hört mich an doch sah der blonde Hüne darin keinen Grund. Bis Worte an seine Ohren drangen welche doch sein Interesse weckten Ganz weit draußen auf dem Meer gibt es eine kleine Insel. Für das Auge welches Sonne liebt nicht zu sehen, aber bei Mond und Sternen klar zu erkennen, verweilt dort die Antwort auf all eure Probleme. Schon die alten Ägypter haben sie versucht aufzusuchen um das Geheimnis an sich zu reißen. Das Geheimnis einer Pflanze dessen Staub alle Krankheiten heilen kann und einen fast ewiges Leben bringt so hielt er in seinem Schritt um, drehte sich zu dem Mann Wartet. Was hast du da gerade gesagt? er musste es noch ein Mal hören um sicher zu gehen, das ihn seine Sinne nicht gerückt hatten. Doch das taten sie nicht. Alle anderen hatten das auch gehört und wollten wissen was es damit auf sich hatte. Wieso wurde so etwas bis zu diesem Zeitpunkt verschwiegen. Ephrahim wurde los gelassen Erzähl mir mehr wenn der alte Magier nicht log, dann hatte er die ganze Zeit das Wissen um ein Heilmittel. Etwas was alle Hoffnung gab und dem König die Möglichkeit sein Volk und die der anderen Könige zu retten.


...Am allermeisten sehnte ich mich nach dem Tod, das weiß ich jetzt.
Ich habe darum gebeten, um vom Schmerz des Lebens erlöst zu werden...



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#7

RE: The light in the death

in Vergangenheit 12.01.2015 01:20
von Adélie • Veehla Elfe / Lichtelfe | 54 Beiträge

Dutzende von Augen starrten ihn an. Die meisten argwöhnisch, vermischt mit Missgunst. Im ersten Moment, nachdem Ephrahim von seinem Zwischenruf geendet hatte, wusste er nicht ob er weiter reden sollte. Die Isla Luna war nichts weiter als ein Mythos. Sein Meister selbst nannte sie „Glauben an einen besseren Gott“. Aber wie es mit den Göttern war zeigten sie sich nicht, sondern alles was sie einem gaben war Hoffnung. Unter der Mimik des Königs schwitzend, starrte er auf seine Finger sie zwirbelnd etwas aus dem, von Motten zerfressenden Umhang hervorholten. Jetzt wo er drauf und dran war sie abzugeben, bemerkte er lebhaft wie dieses Stück Papier zu einer Verbindung , eben jenes Mythos geworden war. Was sollte er noch anstarren wenn es nichts mehr schönes zu sehen gab?
Woran sollte er glauben, wenn alles so düster schien.
Ohne das Abbild der Insel würde er vergehen. Innerlich wie äußerlich. War das wirklich besser als der Tod?
Unruhe kam auf. Gemurmel erhob sich über den Saal, dessen hohe Säulen lange Schatten über die finsteren Augen warfen. „Köpft ihn endlich“, rief einer und aus einer anderen Richtung rief jemand „Er lügt. Lasst ihn damit nicht durchkommen“
Sie waren wie die Wellen, die durch gepeitschte Winde sich auftürmten und immer größer wurden. Der Zorn lag wie ein schwüles Gewitter in der Luft. Die Rufe wurden heftiger.
„Tötet ihn!“
„Richtet ihn hin!“
„Lasst ihn Bluten!“ …..
Und als die ersten Körper sich erhoben, das Knacken unter den Füßen der Anwesenden verrieten das sie ihn lynchen würden, eher er die Chance hatte dem König das Bild zu zeigen, fuhr ein Geräusch durch die Stille. Zuerst hielt es jeder für das Donnergrollen draußen vom schwarzen Himmel. Das Unwetter erbrach sich genau über sie mit Regen und Blitzen. Aber dann viel auf das es nicht die Natur war. Sondern der König. Er hatte nach etwas gegriffen und zu Boden sausen lassen. Die Zähne waren fest aufeinander gepresst und für eine Sekunde hätte Ephrahim schwören können was längliches zwischen seinen Zähnen aufblitzen zu sehen. Scharf und unnatürlich.
Doch als seine Majestät zu sprechen begann viel sein Tonfall recht gesittet und nüchtern aus.
„In Namen eures Königs, Schluss mit diesem Wahnsinn. Solange ich etwas wünsche wird kein anderes Urteil gefällt außer diesem“
Ein Stein viel dem alten Mann vom Herzen, doch nur für einen Moment denn der Mann vor ihm, dessen blonde Haare kurz und geordnet nach hinten gekämmt waren schien auch nicht mehr lange die Muße zu haben sich hinhalten zu lassen.
Das war seine letzte Chance und er, Ephrahim Ephias Graufreud hatte beschlossen zu überleben.
„Mit eurer Erlaubnis, mein König?“, wisperte der Mann matt, zog sich etwas an den Klamotten in denen er das Gefühl, durch den Schweiß hatte zu schwimmen und erhob sich. Der große Adelige vor ihm reagiert nicht, hielt ihn aber auch nicht ab als Ephrahim aufstand und mit Demut die ausgestreckten Hände ihm entgegen hielt. Zwischen den Fingern befand sich das Bild mit den so lebenden leuchtenden Farben. Sie schienen selbst bis zu den Zeugen an den Seiten vorzudringen, denn eine Erstaunen wie Flüstern hatte sich abrupt über alles gelegt. Was eben noch Wut war, schien nun in Neugierde über zu schwanken und man drängte sich so nah an den König wie erlaubt war. Das hieß man hielt Abstand und schlich um die Säulen drei Meter von dem Thron entfernt.
Der König selbst schien im ersten Moment verwirrt. Er hatte mit Worten gerechnet, aber nicht mit sowas.
„Was ist das?“, raunte er und schien es nicht anfassen zu wollen. Verstehen konnte er ihn. Seit Jahren hatte man kein Leuchten mehr gesehen. Kein Licht das die Augen erhellten, wie die blauen des König jetzt. Ephrahim lächelte mit gesenktem Blick „Das euer Hoheit ist Isla Luna. Die Mond oder auch Mitternachtsinsel genannt. Mein Meister Sehram der Weise hat sie mir geschenkt als ich meine Ausbildung zum Hexenmeister bei ihm begonnen habe“, er ging noch einen Schritt vor, zuckte aber kurz zusammen als die Wachen mit einer haschen Bewegung die Schwerter und Speere auf ihn richteten. Der König verhielt sich immer noch still. Sein Blick starrte gebannt auf das Abbild der Insel und was er nun sah bracht ihn innerlich fast zum Lächeln. Sein Blick wurde Sehnsüchtig. Also ging es nicht nur ihm so. Die Magie des Bildes fing sogar diesen mächtigen Mann ein. Und während er dabei zusah wie der König, in sie versank fing er an zu erzählen.
„Vor langer langer Zeit, als der Boden auf denen wir gingen noch eins war, war die Natur noch gut. Paradiesisch mit gar Utopischen ausmaßen. Sie barg große Magie die unberührt von Gezeiten und Katastrophen waren. Doch dann erschienen der Mensch und die Wesen. Die Utopie wurde zur Dystrophie und im Zorn der Natur, zerbrach der Boden der Welt. Die Kontinente drifteten auseinander und die herrliche Magie zersplitterte“
Es war Still geworden und nun lauschte jeder der Sage von Isal Luna, als sei sie eine gute Nacht Geschichte. Draußen peitschet noch immer der Regen, aber durch das Schimmer des Bildes was alles so real in der Geschichte erscheinen ließ, drang das Unwetter in den Hintergrund.
„Die Naturgewalten tobten und wüteten, während sie das neue Leben verfluchten. Erhielten jedoch einen kleinen Fleck der einst so schönen Vergangenheit am Leben“, Ephrahim der nun fast vor dem König stand legte seinen Finger auf das Bild und zeigte auf das rauschende tiefe Grün. „Isla Luna. Eingeschlossen von hohen Wellen ist abgeschnitten von jeglicher Zerstörung und Seuche die die Erde jemals heimgesucht hat. Sie ist eine alte heile Welt und birgt Uralte heilende Magie. Die Kraft des Ursprungs und des Anfangs. Ab und an, wenn der Wind über dieses Stück Land zieht reißt sie etwas mit sich. Ein kleines Andenken für uns was wir verloren haben. Blätter und Blüten der Insel“, und plötzlich kam etwas ganz neues zum Erscheinen. Auf dem Bild lag eine getrocknete Blume. Der Zauberer hatte sie aus seiner Tasche gezogen und sie auf die Isla Luna fallen lassen.
„Es ist eine Lilie, die von ihrem Entdecker Lilly genannt wurde wegen ihrer Farbe und Art“, fasziniert von der Blüte mit den Handgroßen Blättern hob der König sie vor seinen Augen in die Höhe. Ein Raunen ging durch die Fläche. Die Farben waren verblasst, aber ein Spur des Violetts war noch zu erkennen. Ein einzelnes langes Blatt hing noch an den langen Stängel. Es war groß ebenfalls fast grau und ausgetrocknet.
„Das ist die Rettung. Unser aller Heilung. Wenn wir es schaffen auch nur einen von diesen Blumen Blühend hier hin zu schaffen können wir Tausend von Leben retten. Und nicht nur das. Auch unsere Felder und Ernten“, mit trockenen Mund und flachen Atmen endete Ephrahim seine Erzählung, zog sich an den Fleck zurück auf den man ihn zuvor gedrückt hatte und neigte seinen Kopf.
Jetzt hing alles davon ab, wie sehr dieser große Mann vor ihm an Wunder und Märchen glaubte.



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#8

RE: The light in the death

in Vergangenheit 13.01.2015 21:42
von Clywd • Vampir | 104 Beiträge

Seit jenem Tag, an dem der alte Magier sein Wissen preis gegeben hatte, waren einige Tage vergangen. Es musste ab gewägt werden in wie weit all das Stimmte was er gesagt hatte. Keiner hatte bisher von dieser Ominösen Insel gehört, daher bestand die große Gefahr, dass er log um sein Leben zu retten, sich einfach etwas ausdachte. Vor allem stand die Frage im Raum, warum er nicht schon vorher was gesagt hatte, denn nun war viel Wertvolle Zeit verloren gegangen. Sehr viel Zeit. Seine Berater waren zwiegespalten, die einen glaubten ihm nicht da sie noch nie davon gehört hatten und die andren setzten genauso wie ihr König ihre Hoffnung in diese Worte des Mannes. Er hatte am Ende immer noch das sagen, daher Ordnete er an das alle nötige eingeleitet werden sollte damit sie in den nächsten Tagen in See stechen konnte. Doch das hieß noch nicht das Ephrahim aus dem schneider war, denn sollten sich seine Worte als Wertlos rausstellen, dann würde sein Kopf rollen.
Es hatte sich schnell rumgesprochen, dass es vielleicht ein Heilmittel gab. Das weckte die Hoffnung in den Menschen sowie Wesen was sie alle brauchten. Schon deswegen wollte der König selber dabei sein, denn der Mann wollte sein Volk in diesem Fall nicht enttäuschen. So gab es nun auch Dinge die ein Herrscher selber erledigen musste. Sowas gehörte dazu. Es musste bei den Vorbereitungen auf alles geachtet werden, vor allem aber darauf das wo auch immer sie hinreisten die Sonne zu sehen war, ob nun auf dem Meer oder Land. Da Soldaten mitkamen, welche selber Untot waren viel es nicht so auf, dass Särge auf das Boot getragen wurde. In einer Nacht ganz Heimlich trugen Männer in seine Kajüte seinen Sarg und verstauten diesen an einen Punkt an dem er nicht so auffiel. Da nur seine Vertrauten und damit die wenigen zu ihm kommen durften würde es nicht so schnell auffallen das der König ein Wesen der Nacht war. Besprechungen würden in der Kapitäns Kajüte stattfinden und nicht in seinem Schlafgemach. Auch mussten Menschen an Bord um die Vampire zu versorgen, es waren zum Tode verurteilte Verbrecher, welche in den Zellen Unterdeck ihren Platz finden würden. Natürlich wurde auch Platz für das Essen der Sterblichen geschaffen. Erst als wirklich alles geregelt war konnten sie Aufbrechen. Für die Dauer seine Abwesenheit, hatte der König einen seiner engsten Vertrauten eingesetzt zu Regieren, nur durfte dieser keine wichtigen Urteile fälle.

Oben Wasser, unten Wasser von allen Seiten sah man nur Wasser. Ein heftiger Sturm hatte sich gebildet. Die Wellen wurden bis zu 23 Meter hoch, schlugen gegen das Holz des Schiffes. Stimmen riefen sich lauthals befehle zu, damit das Schiff nicht kenterte. Für den Mann in seinem Quartier war es so, als würden sie direkt vor ihm stehen. Er hörte jedes Wort. Zu solchen Zeiten war es gut, dass Vampire an Bord waren, denn diese Wesen sind viel schneller als Menschen, konnten in wenigen Sekunden von einer Seite zur nächsten gelangen. Einen Mast viel schneller erklimmen als ein Mensch es jemals konnte. Sie alle arbeiteten hier Hand in Hand zusammen. Wussten sie doch, dass ihnen ehre zu Teil wurden, wenn sie es schaffen würden das sogenannte Heilmittel, eine Blume zu finden. Nur war das bisher noch nicht mal der schwerste Teil. Die Insel zu finden war kein einfaches Unterfangen. Viel konnte der König nicht in Erfahrung bringen. Niemand wusste wie lange diese Reise dauern würde. Doch war jedem klar, dass Jahre das Königreich nicht mehr hatte. So auch andere Königreiche nicht mehr.
Doch wie etwas finden, von dem im Grunde nichts bekannt ist? Magie half in diesem Augenblick auch nicht. Schienen nicht mal seine Zauberer mächtig genug zu sein. Eine Karte mit einer Insel drauf war so nichts sagend. Gab es tausende von Insel welche noch nicht bekannt waren, wie dann eine ganz bestimmte finden, welche sich nur in der Nacht zeigte. Wann also war der König zusammen mit seinen Leuten an dem richtigen Ort? Zu viele fragen zu dieser Zeit und zu wenig Antworten die man ihm geben konnte. Bei diesem Sturm der über das Meer fegte würden sie so auch nichts finden können. Der Himmel war wahrlich alles andere als Sternenklar. Mann über Bord drang es an seine Ohren. Wieder einen Verlust mehr, dachte der blonde Mann bei sich. Es war der dritte seit Beginn ihrer Reise. Opfer gab es immer. Zu ertrinken war kein schöner tot, doch hatten alle gewusst die Mitkamen dass das passieren kann. Vieles konnte geschehen. Musste man sich zu diesen Zeiten auch vor Piraten in acht nehmen. Bisher waren die Verluste wirklich zu verkraften und auf Naturgewalten zurück zuführen. Doch die Nahrung auf beiden Seiten wurde knapp, hatten sie schon lange kein Land mehr gesehen um für Nachschub zu sorgen. Sollten sie in den nächsten Tagen nichts finden, dann wären die nächsten Opfer die Menschen die im Dienst des Königs standen, wobei die Unsterblichen einen Menschen nun nicht leer Trinken mussten. Doch würden diese schnell Verhungern oder an Skorbut sterben. Ein Mensch zu sein war auf einem Schiff nicht gerade einfach.
Der Sturm wütete heftig, doch wie jeder Sturm verzog auch dieser sich langsam und ließ die Sonne wieder durch die Wolken scheinen. Seine Männer waren bis aufs letzte Hemd durchnässt, die Haare hingen ihnen wild ins Gesicht und dennoch waren sie noch immer voller Tatendrang. Er hatte wirklich gute Männer ausgesucht. Männer die mit vollem Herzen bei der Sache waren. Hatten sie Frauen und auch Kindern. Wollten sie nicht dass ihre Familien der Seuche zu Opfer fallen und deswegen waren sie auch so gut. Jemand der ein Ziel vor Augen hatte, konnte über sich hinaus wachsen, ob nun Mensch oder Wesen.
Nun wo sich der Sturm gelegt hatte, sah man weit und breit nur noch Meer, der Himmel klärte immer mehr auf. Egal wie gut die Augen eines Vampirs aus waren, sie erblickten kein Land. Der König selber konnte nicht aus seiner Kajüte, er ahnte schon das die Menschen an Board wussten wer ihr König war. Denn auf so einem Schiff viel sowas irgendwann auf. Dennoch hatte sich bisher keiner Erhoben um etwas zu sagen. Aus Angst? Oder weil sie es Respektierten, dass wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Doch solang keiner auf die Idee einer Meuterei kam, sollte es dem blonden Mann egal sein. Es gab einfach wichtigere Dinge. Zudem hatte er Menschen die ihn Beschützen würden bei Tageslicht vor Menschen die versuchten seinen Platz einzunehmen. Er hatte seinen Kopf über das Bild gebeugt und versuchte daran irgendwas zu erkennen. Irgendein Zeichen zu finden was ihm dieser Verflixten Insel näher bringen würde. Etwas damit er wusste das sie nicht ganz ins blaue Segelten. Der blonde Mann seufzte und verfluchte den alten Mann. Denn ihm kam der Verdacht, dass es am Ende doch nur eine Lüge war damit er seinen erbärmlichen Kopf retten konnte.


...Am allermeisten sehnte ich mich nach dem Tod, das weiß ich jetzt.
Ich habe darum gebeten, um vom Schmerz des Lebens erlöst zu werden...



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#9

RE: The light in the death

in Vergangenheit 14.01.2015 02:32
von Adélie • Veehla Elfe / Lichtelfe | 54 Beiträge

Benja würgte. Sauer stieß es in seinem Mund auf und als er sein verschwommenes, fahles Spiegelbild im seichten Wasser sah, übergab er sich. Laut und mit einem widerwärtigen Geräusch. Jemand begann hinter ihm zu Lachen. Jemand wie Gorges Thonxy, dessen hämische Mine ein lautes „Na hab ich es euch nicht gesagt? Der Verträgt doch nichts“, rausbrüllte und damit ein feixendes lachen der anderen Matrosen erntete. Wäre ihm auch nur bisschen besser zu Mute gewesen, hätte er nun diesem strohköpfigen Ochsen gesagt, dass es am Ende nicht auf die Muskeln und Größe Ankam. Doch seine Knie waren wich wie Mehlbrei und wenn er auch nur eine Bewegung zur Seite macht, würde er sich noch mal übergeben müssen.
Der Sturm, dessen Kraft sie mehrere Tage auf den Schiff durchgeschüttelt hatte, hinterließ seine Spuren deutlich. Und nicht nur das. Nach dieser Teufelsfahrt wurden sie nun von der Sonne geknechtet, die unerbittlich vom Himmel schien. Wie Kühl es nun wohl unter Deck sein musste. Aber der Bereich war dem König und seinen engsten Gefolgsleuten zugeschrieben.
Sauer war er allerdings deswegen nicht. Allein das er nun auf diesen Schiff sich befand, war ein Wunder. Sein erstes Abendteuer von vielen. Als das Lachen im Hintergrund verebbte und der matte Benja, seinen struppigen braunen Kopf mit den grauen Augen über die Rehling wieder ziehen konnte, ließ er sich an den Bretten runter gleiten. Nass glänze das Gesicht von Schweiß und Salzwasser in der Sonne und begann an seinen mageren Köper hinunter zu perlen.
Zu Hause erwartete man von ihn, das er als Mann wieder kommen würde. Als Held im Dienste des Königs. Viele hier auf den Schiff, hofften neben der Heilung auch auf Schätze wie Gold und Diamanten. Hatten sich in Gedanken zurecht gelegt exotisch und Wilde Tiere zu erlegen, die Später Haupt und Körper wärmen sollte. Doch Benja hatte andre Träume. Er war der jüngste von 7 Brüdern und alle waren sie groß und militärisch. 4 von ihnen dienten sogar der Königsgarde.
„Du bist ein Rotschild junge, trage den Name wie ein Schwert und mache ihn groß. Wir sind Kämpfer seit der 7 Generation und jeder deiner Brüder ist einer prächtiger als der andere. Enttäusch mich nicht, indem du diese Tradition brichst“, klangen die letzten Worte seines Vaters in Kopf. Voller Stolz als er ihn seinen ältesten Bruder Raven überlassen hatte, der sich ebenfalls auf diesem Schiff befand. In Benjas Kopf jedoch befanden sich andere Träume außer Krieg, Frauen und Gold. Die Neugierde war sehr stark in ihm. Schon als er klein war, wusste er dass es mehr geben musste als nur das was er vor seinen Füßen hatte. Neu Welten, andere Kulturen und Geheimnisse, die wie genau diese Expedition entdeckt werden wollten. Entdecker und Forsch im Auftrag des Königs. Das wäre es.
Ein heftiger Schmerz durchzuckte sein Bein als etwas Hartes dagegen geworfen wurde. Scheppernd viel ein Eimer aus Holz zu Boden und etwas grünlich Schwarzes plumpst mit einem „Patsch“ heraus. „Los du Landratte, mach dich nützlich und Putz dieses nasse Zeug überall hier weg“
„Du meinst das Wasser?“, ergänzte der junge fragend und rechte seinen Kopf in den Nacken um Phineas Dax anzustarren. Mit dem Ausdruck eines Brüllaffen, dessen Kopf man gegen eine Mauer zu hart geschlagen hatte, knurre er mit breiter Platter Nase zu ihm runter „Du meinst das Wasser?“, äffter er ihn nach, klang aber so gar nicht nach ihm.
Keine Frage. Keine Antwort. Und kein Traum vom Entdecker neuer Welten. Das war seine Welt. Putzen auf einem Deck das von Urin, Salz und Schweiß stank. Mit einem vorsichtigen Blick zwischen die dichten Augenbrauen des 16 jährigen Jungen, erhob er sich schwankend und prüfte ob sein Magen beschloss ihm diesmal keine Schande zu bereiten. Er hatte Glück und Phineas drehte sich schwerfällig um. Rudimentär begann Benja den Lappen über den Boden zu ziehen, dabei verteilte er nur das was dort lag und richtete seinen Blick auf den Eingang, der zum Unterdeck führte. Raven war vorhin dort verschwunden und er fragte sich ob er nun beim König war. Mit seinen langen schwarzen Haaren, der braungebrannten Brust und den blitzenden Silbernen Augen, war er eine echte Erscheinung. Die Mädchen liebten ihn. Schon immer. An Benja lief man vorbei ohne auf ihn zu achten, doch ihn konnte man nicht mal entgegen wenn man Blind, Taub und Dumm war. Die Welt schien, wirklich manchmal ungerecht zu handeln.

Raven Rotschild allerdings, hätte in dem Moment lieber mit seinen kleinen Bruder getauscht. Nervös am Ende der Treppe war er stehen geblieben und betrachtete den Tisch um den sie letzte Nacht alle gestanden hatten. Seit Tagen irrten sie ohne Kurz über diese verfluchte Raue sie, welche sich anfühlte als würde die sie lieber unverdaut ausspucken wollten. Kein Zeichen von etwas dass auch nur Ansatzweise Grün aussah. Nahrung und Wasser wurden immer knapper und wenn sie nicht bald eine Möglichkeit fanden, an Land zu kommen würde es zu wirklich gravierenden Problemen kommen. Aber nicht nur das unmögliche Auffinden der Insel machte ihn sorge. Was würde aus dem Land werden, wenn der König nicht bald wieder auf seinen Thron erschien? Es gab keine Prinzen die die Thronfolge sicherten und genug Aßgeier die auf den Richtigen Moment wartete. Raven seufzte auf und hatte das Bedürfnis seinen Kopf abnehmen und ihn einfach nur leeren zu wollen.
„Haltung bewahren, Hauptmann“, rief es Schroff hinter ihm. Gorges tauchte auf und schritt schwerfällig die Treppe runter. Der Kollos brachte es bestimmt auf das Gewicht von einem Pferd. Dafür war sein Kopf mit wenig Masse gefüllt.
„Was machen die Männer am Deck?“, nuschelte der langhaarige Mann abwesend und neigte seinen Kopf in einen nachdenklichen Winkel als er sich die buntschillernde Karte der Isla Luna betrachtete. Er glaubte nicht daran sie zu finden. Oder gar dass sie überhaupt existierte.
„Alles wie immer Hauptmann“, kam es zurück und mit einem Grinsen setze es dann nach „Euer kleiner Bruder scheint die See nicht zu bekommen. Die kleine Maus windet sich da oben“, und mit einem Poltern ließ der Bulle sich auf die Treppe fallen. Es knackte gefährlich. In Ravens Blick zuckte es. „Glaubst du daran?“
„An deinen Bruder? Wieso sollte ich an die Maus glauben? Ich sehe ihn doch. Da oben mit dem Eimer“, und deutete hinter sich auf einen Jungen mit blassem Gesicht. Der Hauptmann seufzte „An die Insel“, fügte Raven hinzu und strich sich über die Stirn.
„Achso … weis nicht“, nuschelte nun der Riese und begann auf seine Lippe wie auf eine Fleischwurst rum zu kauen. Es machte schmatzende Geräusche. „Warn schönes Märchen, das der alte Verrückte dass erzählt hat“
Allerdings setze Raven in Gedanken nach und wandte sich hilflos ab. Und Märchen blieben bekanntlich Märchen.

Der Mond stand voll und Hell am Himmel, als Benja aus seinem unruhigen Schlaf erwachte. Ihm war wieder über, aber diesmal vor Hunger. Als Tagesration hatte es nur eine Hand voll Reis gegeben den man zusammen mit einem alten halb faulen Apfel runterwürgen musste. Matt und müde als zuvor schleppte der hagere Junge sich hoch und lief zum Bug des Schiffes. Hier war niemand außer dass Rauschen der Wellen und des Windes. Um sich von dem ungestillten Bedürfnis abzulenken lief er seine Arme über die Rehling gleiten und sah erneut in das nun tiefschwarze Wasser. Da wo nicht das Bot die Wellen zerstießen spiegelten sich die Sterne am Himmel. Leuchtende Punkte klein und tanzend vor seinen Augen. Sie bildeten Figuren. Mystische Gestalten von fernen Geheimnissen die nur er entschlüsseln konnte. Tiefer und tiefer ging sein Blick in die unbekannte See und je länger er in sie hinein schaute umso größer wurden die Sterne. Dichter und plötzlich …..
Benja schreckte auf. War er eingedämmert? Doch im Traum hatte man kein Magenknurren. Aufgebracht lehnte er sich ein weiteres Mal über das Bot hinunter zum Meer und hätte vor Aufregung beinahe den Halt verloren. Das was er erblickte waren keine Sterne.
„Raven …“,hauchte er und stieß sich schlitternd und japsend von der Rehling ab. Sein Schreien war ungewöhnlich Laut für die Körpergröße des jungen. „Raven, wach auf. Das musst du dir ansehen Raven!“
Es dauerte einen Moment bis er den mürrischen Mann davon überzeugen konnte mit ihm ans Deck zu kommen „Ich dachte du bist Seekrank“, raunte er ihn an und ließ sich nur wiederwillig mitzerren. „Ja. Nein … ach egal. Komm das musst du sehen!“
Aufgescheucht wie ein Huhn das geschlachtete werden soll, begann er damit auch andere Anwesende zu wecken. Verwirrt sah man hinaus zum Himmel. Vermutlich weil viele von ihnen einen weiteren Sturm erwartete hatten. Doch da war nichts außer Seichte Seebriese.
„Benja ich schwöre dir wenn du uns beide hier zum Narren machst, werfe ich dich persönlich über ….“, doch weiter kam der Hauptmann mit seiner Drohung nicht. Als er Benjas Fingerdeut folgte und in das Meer sah, blieb ihm der Mund offen stehen. Alles, jegliche Regung viel aus seinem Gesicht und dann kam ein paar leise Worte die „Holt den König“, wisperten.
Vor ihnen erstreckte sich ein Korallenriff das leuchteten wie die Farben auf dem Bild. Verteilt wie Punkte zeigten sie einen den Weg und wenn man in die Ferne schaute konnte man sehen, wie die Punkte immer Dichter und Dichter wurden. Die Herzen auf den Schiff begannen alle schneller zu schlagen und es war, als würde man schon das Rauschen von Wind in Blättern vernehmen können.



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#10

RE: The light in the death

in Vergangenheit 24.01.2015 23:49
von Clywd • Vampir | 104 Beiträge

Noch bevor er gerufen wurde, stand er hinter den Männern. Es war ihm nicht entgangen dass das Leben auf Deck zurückkehrt war. Unruhe hatte er vernommen, viele Schritte doch vor allem den Stimmengewirr. Seine Männer hatten etwas gefunden das stand außer Frage. Benja erschreckte sich, denn bisher hatte der Hüne weder ein Wort gesagt oder sich Bewegt. Sein Blick ging Stur geradeaus. Konnte er mehr sehen als die Menschen. Ihnen war das Oberflächliche bewusst, doch sein Blick reichte weiter. Und auch er musste sich Eingestehen, dass er kaum glauben konnte was seine Vampiraugen erblickten. Noch nie hatte er sowas schönes gesehen. Das konnte nur eine Täuschung sein. Doch die Tiere welche sich auf dieser Befanden, die Eulen welche ihren Nacht ruf ausstießen konnten nicht alle eine Täuschung sein. Die einzigen Magier in der Nähe waren seine eigenen und diese wären nicht so dumm ihren König und die anderen so zu Täuschen, davon hatten sie nichts. Nehmt Kurs auf die Insel kam ein einzelner Befehl von dem Mann, welcher noch näher herantrat. Die ganze Fahrt über nahm er seinen Blick nicht von der Insel ab. Wenn der alte Mann recht hatte, dann würden sie dort sobald sie angekommen waren die Heilung finden. Eine Blume, das wäre auch nicht so leicht das war dem Mann klar. Denn Blumen gab es überall wie Sand am Meer und der König war nicht gerade für seine Blumenkunde bekannt, doch dafür hatten sie das Bild sowie die Vertrocknete Blume von dem alten Zauberer. Nur war diese in die Jahre gekommen, sah nicht mehr so aus wie zu ihrer Blütezeit doch war diese der einzige Anhaltspunkt welche die Männer hatten. Griff man in solchen Zeiten immer nach jedem Strohhalm der sich einem Bot.
Die Fahrt zur Insel dauerte noch eine ganze Weile, fast musste der Vampir befürchten das die Sonne aufgehen würde, doch zu seinem Glück und der anderen Vampire geschah das nicht. Jetzt wurde das Treiben erst recht hektisch, denn bis zum Sonnenaufgang musste noch viel Vorbereitet werden. Vor allem musste der König geschützt werden vor der Sonne. Der Anker wurde geworfen, die Männer sprangen regelrecht von der Leiter, auch weil sie seit Wochen das erste Mal wieder festen Boden unter den Füßen hatten. –Die Rettung ist nahe- ertönte es im Chor der Männer welche voller Euphorie waren. Sie glaubten, dass es sich jetzt nur noch um wenige Tage handeln würde, bis sie die Blüten hatten und dann nach Hause aufbrechen konnten.
Der König lief ebenfalls die wenigen Schritte zum Strand durch das Wasser, anders konnte man das auch nicht machen. Er blieb stehen und schaute direkt in den Wald hinein. Ihm viel auf, dass die Bäume noch sehr Dicht an Dicht standen, das konnte für die Unsterblichen vom Vorteil sein. Doch nun sollten sich seine Männer erst mal Ausruhen. Nachdem sie alles aufgebaut hatten. Die Menschen machten sich ein Feuer, seine Soldaten welche zu den Untoten gehörten brauchten sowas nicht, denn sie spürten keine Kälte. Für den König wurde ein Zelt aufgestellt und sein Sarg hinein getragen. Vielen war nun klar was ihr Herrscher für ein Geschöpf war, doch hatten sie ihre Loyalität bewiesen und würden nicht auf die Idee kommen ihn zu hintergehen. Bekamen sie nun auch den guten Alkohol welcher extra für diesen Tag aufgehoben wurde. Es war eine Belohnung für ihre Mühen, aber auch die Verluste. Zwar würde das dazu Beitragen, dass sie den Tag verschlafen würden, tranken viele so viel das sie Betrunken waren und schon Lieder auf ihren Erfolg sanken, dass sie ihren Rausch ausschlafen mussten. Doch da ihr König ein Wesen der Nacht war, passte es ihm gerade. Würden sie sich nur in der beginnenden Dunkelheit durch den Wald wagen. Seine Späher konnten in der Zeit schon mal ein wenig die Insel erkunden und ob sie auch wirklich alleine waren. Wenn sie wie der alte Zaus sagte, so lang Unbewohnt war dann dürften sie wirklich niemanden antreffen. Doch da auch so wenig über sie bekannt war, konnten sich schon Siedler nieder gelassen haben. Welche seine Männer bestimmt mit ihrem Gesang anlocken würden. Schön war wahrlich was anders. Selbst er musste sich die Ohren zuhalten, da der Vampir es viel zu deutlich hörte.
Als der Tag anbrach, zogen die Unsterblichen zurück, sicherheitshalber belegten seine Magier das Zelt noch mit einem Zauber, so dass ein Mensch nicht so einfach eintreten konnte. Auch wenn sie ihre Loyalität bewiesen hatte, musste er einfach auf Nummer sicher gehen. Seine Leute feierten noch so lange bis auch der letzte genug hatte und ihn der Schlaf übermannte. Bis in die Nacht sollte man nur das laute Schnarchen der Männer hören und das leise rascheln der Tiere welche sich im Wald Bewegten. Einige neugierige Tiere, kamen an den Rand des Waldes und streckten ihre Nasen raus um zu schnuppern was sie auf ihre Insel verlaufen hatte. Doch der Geruch von Alkohol und Tage altem schweiß war für die Geschöpfe des Waldes nicht so berauschend.


...Am allermeisten sehnte ich mich nach dem Tod, das weiß ich jetzt.
Ich habe darum gebeten, um vom Schmerz des Lebens erlöst zu werden...



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